Einreise in die USA

Bei der Einreise in die USA sind als Erstes einige Formalitäten im Vorfeld zu erledigen. Es ist dabei unerheblich, ob die Reise nur zwei Wochen dauert oder ein Aufenthalt von mehreren Monaten geplant ist. Wer sich ausreichend vorbereitet, kann mit einer unkomplizierten Einreise rechnen. Wichtig ist, dass Reisende sich etwa zwei Stunden vor dem Abflug am Flughafen einfinden und sich zum entsprechenden Schalter begeben. Dort geben sie ihr Gepäck auf und erhalten das Ticket.

Für die Einreise ist in jedem Fall eine Reisegenehmigung notwendig, das kann eine Esta-Genehmigung sein oder ein Visum. Das ist abhängig vom Herkunftsland und den Dokumenten, die der Reisende bei der Einreise vorlegt. Beides ist vor der Abreise zu beantragen. Erst am Grenzübergang entscheiden die diensthabenden Beamten, ob sie die Einreise gewähren oder verweigern. Das klingt alles ziemlich kompliziert, ist es im Normalfall jedoch nicht.

Einreisebestimmungen für die USA – Reisepass, Visa-Waiver, Visum

Für die Einreise nach Amerika ist eine gründliche Vorbereitung zu empfehlen. Wer zum ersten Mal einreist, sollte sich genügend Zeit nehmen, um sich über alles zu informieren und die Formulare auszufüllen.

Six-Month-Club

Der Six-Month-Club ist eine Vereinfachung der Einreise für Clubmitglieder. Diese Sonderregelung erlaubt es, dass der Reisepass nur bis einschließlich zum Ausreisetag gültig sein muss. Zu den Ländern des Six-Month-Club gehören u. a. Deutschland, die Schweiz und Österreich. Die amerikanischen Zoll- und Grenzschutzbehörden (US-Customs and Border Protection, CBP) aktualisieren diese Liste fortlaufend. Vor der geplanten Einreise sollten Reisende diese Liste prüfen, ob das Heimatland aufgeführt ist.

Der Reisepass

Der Reisepass muss für die gesamte Reise bis einschließlich dem Ausreisetag gültig sein. Die Regelung der Sechs-Monate Gültigkeit bei der Einreise haben die USA für einige Länder aufgehoben. Viele Länder der EU gehören dem 6-Month-Club an. Ansonsten gilt noch immer, dass der Reisepass noch sechs Monate über die geplante Ausreise hinaus Gültigkeit haben muss.

Vorläufige Reisepässe oder Ersatzpapiere

Wer einen vorläufigen Reisepass hat, darf nur mit einem entsprechenden Visum in die USA einreisen. Der Personalausweis kann auf keinen Fall als Einreisedokument dienen.

Maschinenlesbare Reisepässe

Alle Reisenden, die über das Visa-Waiver-Programm in die USA einreisen, brauchen einen Reisepass. Die Gültigkeitsdauer ist abhängig vom Herkunftsland und beträgt entweder sechs Monate über den geplanten Aufenthalt hinaus oder – im Fall des Six-Month-Clubs – bis zum Tag der geplanten Ausreise. Es ist allerdings immer empfehlenswert, dass der Reisepass die längere Gültigkeitsdauer hat. Zum einen kann etwas dazwischenkommen, und der Reisende muss den geplanten Ausreisetermin verschieben. Dann steht er ohne gültigen Reisepass da. Außerdem hängen Ein- und Ausreise letztendlich von den Einwanderungsbeamten vor Ort ab. Mit einem ausreichend lange gültigen Reisepass kommt es gar nicht erst zu Diskussionen.

Der Reisepass muss maschinenlesbar sein (machine-readable passport). EU-Staatsangehörige haben alle den dunkelroten Euroreisepass, ein anderer ist nicht zulässig. Kinder brauchen ihren eigenen maschinenlesbaren Reisepass. Weder der Eintrag im Reisepass der Eltern noch der Kinderausweis berechtigen zur visafreien Einreise in die USA. Die maschinenlesbaren Reisepässe haben im unteren Teil der biografischen Seite einen zweizeiligen, elektronisch lesbaren Code, der biografische Angaben enthält und internationalen Normen entsprechen muss.

Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 gilt in den Vereinigten Staaten ein Gesetz, dass alle Staatsangehörige, mit deren Regierung ein Visumverzicht vereinbart ist, einen Reisepass brauchen, der maschinenlesbar ist und biometrische Daten enthält. Diese biometrischen Daten sind unter anderem Fingerabdrücke oder digitale Porträtfotos. Seit Oktober 2004 scannen die Grenzbeamten den linken und den rechten Zeigefinger aller Reisenden und machen ein Foto vom Gesicht. Diese Daten speichern die US-Behörden.

Die Bundesrepublik Deutschland hat im November 2005 die Reisepässen mit biometrischen Merkmalen eingeführt. Der Chip enthält heute

  • digitales Foto des Passinhabers
  • zwei Fingerabdrücke

Reisepass abgelaufen oder vergessen

Mit einem abgelaufenen Reisepass oder sogar ohne Reisepass ist die Einreise in die USA unmöglich. Auch die Ausstellung von Ersatzpapieren hilft da wenig. Wer kurz vor der Reise feststellt, dass der Reisepass abgelaufen ist, kann beim Einwohnermeldeamt einen Express-Pass beantragen, den die Bundesdruckerei innerhalb von drei Werktagen liefert. Es sollte vor der Abreise also mindestens noch eine Woche Zeit sein. Die Behörde verlangt für den Express-Reisepass eine Zusatzgebühr in Höhe von 32 Euro. Die notwendigen Unterlagen sind dieselben:

  • ein Passfoto nach den Foto-Richtlinien für biometrische Reisepässe
  • der alte Reisepass, Kinderausweis oder der Personalausweis
  • Geburtsurkunde

Das Visa-Waiver-Programm der USA

Im Rahmen des Visa-Waiver-Programms können Staatsangehörige bestimmter Staaten in die USA als Touristen oder Geschäftsreisende einreisen und sich dort für maximal 90 Tage aufhalten, ohne vorher ein Visum zu beantragen. Das ist möglich mit der ESTA-Reisegenehmigung.

Die Einreisegenehmigung beantragen Reisende einfach online mit einem ESTA-Antrag. Die Registrierung bei der Homeland-Security, also der Heimatschutzbehörde, sollte spätestens 72 Stunden vor der geplanten Abreise erfolgen. Die notwendigen Formulare sind in verschiedenen Sprachen, unter anderem auch in Deutsch, erhältlich. Folgende Unterlagen sollten die Antragsteller für die Beantragung der visafreien Einreise bereithalten:

  • elektronischer Reisepass
  • Einreise mit einer regulären Flug- oder Schiffslinie
  • ein gültiges Ticket für den Rück- oder Weiterflug innerhalb von 90 Tagen nach dem geplanten Einreisedatum
  • Kreditkarte für die Bezahlung der Gebühr von 14 US-Dollar.

Sobald der Antrag gestellt und bezahlt ist, dauert es maximal 72 Stunden, bis die Einreisegenehmigung in elektronischer Form vorliegt. Es ist sehr zu empfehlen, das Einreisedokument auszudrucken und im Handgepäck mitführen. Die ESTA-Genehmigung hat eine Gültigkeitsdauer von maximal zwei Jahren oder so lange wie der Reisepass noch Gültigkeit hat. Diese Einreisegenehmigung ist nicht für eine bestimmte Reise gültig, sondern lässt sich mehrfach verwenden. Hat sich allerdings etwas verändert, wie ein neuer Reisepass oder ein neuer Name, brauchen Reisende auch eine neue ESTA-Genehmigung.

Trumps Travel Ban Decret

Im Januar 2017 erließ Amerika das Travel Ban Decret, das es bestimmten Staatsangehörigen unmöglich macht, in die USA einzureisen. Von diesem Bann sind die Angehörigen folgender Staaten betroffen:

  • Iran
  • Jemen
  • Libyen
  • Somalia
  • Sudan
  • Syrien

Diese Regelung betraf zunächst alle, die eine solche Staatsbürgerschaft innehaben. Auch Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft. Nach der erfolgreichen Anfechtung durch die Gerichte in den USA gilt nun, dass beispielsweise deutsche Staatsbürger, die eine weitere Staatsbürgerschaft von einem der betroffenen Länder haben, dennoch einreisen dürfen. Sie müssen allerdings für die Einreise zwingend den deutschen Reisepass vorlegen. In den meisten Fällen ist eine Einreise im Rahmen des Visa-Waiver-Programms nicht möglich. Die betroffenen Reisenden brauchen in den meisten Fällen ein Visum.

Ein Visum für die Einreise in die Vereinigten Staaten

All jene, die nicht vom Visa-Waiver-Programm profitieren, die mit einem vorläufigen Reisedokument reisen oder die sich länger als 90 Tage in den Amerika aufhalten wollen, brauchen ein Visum für den Aufenthalt. Für die Beantragung eines Visums ist es notwendig, sich bei der GCI-Federal zu registrieren. Das ist ein privater Dienstleister, der als einziger von der US-Botschaft in Deutschland autorisiert ist, Visa-Informationen herauszugeben und Visaanträge abzuwickeln. Nach der Registrierung muss der Reisende das passende Visum auswählen, alle notwendigen Formulare ausfüllen und die persönlichen Dokumente zusammenstellen. Die Visa-Formulare auf der Seite des Dienstleisters sind alle in englischer Sprache verfasst, sodass für das Ausfüllen gute bis sehr gute Englischkenntnisse erforderlich sind. Wer sich unsicher ist, sollte um Hilfe fragen, bevor er fehlerhafte Angaben macht. Das spart Zeit, Lauferei und Nerven.

Das Visum-Interview

Nach dem Einreichen der Unterlagen müssen die Bewerber sich einen Termin für ein persönliches Interview holen. Dieses Interview findet in der zuständigen US-amerikanischen Botschaft in Berlin, München oder Frankfurt statt. Für die Erteilung des Visums ist dieses Gespräch eine notwendige Voraussetzung. Sobald der Visum-Antrag genehmigt ist, senden die US-Behörden das Visum zu. Erst dann sollten Reisende ganz konkret mit der Reiseplanung anfangen und beispielsweise Tickets kaufen. Wer dies schon vorher tut, läuft Gefahr, dass er beispielsweise durch Verzögerungen kein Visum zum Abreisetag hat. Ohne ein gültiges Visum oder die gültige ESTA-Genehmigung ist die Einreise nicht nach Amerika nicht möglich. Das Visum kostet je nach Visum-Typ zwischen 160–200 US-Dollar.

Visumzwang

Trotz Visa-Waiver-Programm dürfen Staatsbürger der teilnehmenden Staaten in bestimmten Fällen nicht ohne Visum in die USA einreisen. Zu ihnen gehören folgende Personengruppen:

  • Personen, die in den USA arbeiten werden, dabei spielt es keine Rolle, ob gegen Entgelt oder unbezahlt. Dazu zählen auch Tätigkeiten als Praktikant oder Au-Pair
  • Alle Reisenden, die länger als 90 Tage in den USA bleiben wollen
  • Schüler und Studenten, die in den Vereinigten Staaten eine Schule oder eine Universität besuchen wollen
  • Personen, denen die Grenzbeamten schon einmal die Einreise verweigert haben oder die die Einwanderungsbehörde in den letzten fünf Jahren ausgewiesen hat
  • Alle, die bereits als Straftäter oder Drogenhändler aktenkundig sind
  • Personen, die an schweren übertragbaren oder psychischen Erkrankungen leiden oder die abhängig von Rauschgiften sind.
  • Personen, die an den Verfolgungen durch das nationalsozialistische Regime beteiligt waren
  • alle, die einer subversiven oder terroristischen Organisation angehören oder angehörten
  • alle Personen, die den bundesdeutschen blauen Reisepass oder einen Fremdpass haben.

All jene, die in den USA forschen, arbeiten oder studieren wollen, die länger als 90 Tage bleiben, brauchen ein Visum für die Einreise. Das können sein: Forscher, Sprachschüler, Studenten, Praktikanten, Journalisten, Fachkräfte mit einem amerikanischen Arbeitsvertrag oder Manager amerikanischer Unternehmen.

Folgende Visa-Arten lassen sich grundsätzlich unterscheiden:

Nichteinwanderungsvisum gemäß Zweck der Reise Visumkategorie
Künstler und Sportler P
Geschäftsreisende B-1
Ausländische Regierungsbeamte und Diplomaten A
Kindermädchen und Hausangestellte, die ihren ausländischen Arbeitgeber begleiten B-1
Mitarbeiter NATO oder von anderen internationalen Organisationen G1-G5, NATO
Wer an Austauschprogrammen teilnimmt J
Verlobte oder Verlobter, der/die einen US-Amerikaner oder –Amerikanerin heiraten möchte K-1
Ausländische Truppenangehörige auf dem Stützpunkt in den USA A-2, NATO1-6
Handelstreibende unter dem Fair Trade Agreement – FTA Chile (Freihandelsabkommen mit Chile) H-1B1
Vertreter der Medien und Journalisten I
Innerbetriebliche Versetzung von Mitarbeitern L
Besucher, die für eine medizinische Behandlung einreisen B-2
Studenten, die eine akademische Ausbildung oder einen Sprachkurs absolvieren F-1
Angehörige von F-1-Inhabern F-2
Tourismus, Urlaub, Vergnügungsreisen B-2
Für die Durchreise durch die USA C

Hinzu kommen noch einige Unterkategorien und verschiedene spezielle Kategorien, die der Antragsteller genau auswählen muss, wie zum Beispiel auch Angehörigen-Visa.

Übermittlung von Daten über die Reisenden in die Vereinigten Staaten – APIS-Formular

Alle Fluggäste, die in die USA Reisen, durchleuchten die Behörden mit Einverständnis der EU sehr gründlich. Bereits drei Tage vor Abflug werden Passagierdaten übermittelt. Dabei handelt es sich um höchstens 19 Datensätze, die unter Umständen auch sensible Daten, wie die Zugehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit, Zugehörigkeit zu einer Gewerkschaft, die Gesundheit oder das Sexualleben, enthalten können. Diese Daten sind auf Anforderung der US-Regierung bereits 72 Stunden vor dem planmäßigen Abflug zu übermitteln. Diese Daten dürfen die Behörden in den USA 15 Jahre lang speichern.

Seit 2008 müssen ausländische Fluggesellschaften schon 30 Minuten vor Abflug ihre Passagierlisten übermitteln, zwecks Überprüfung auf mögliche Terrorverdächtige. Die Behörden fordern Daten aus dem Reisepass, die die Mitarbeiter der Fluggesellschaften beim Check-in erfassen und mit einem APIS übermitteln (APIS – Advance Passenger Information Service). Dazu sind die Reisenden angehalten, schon vor Reiseantritt ein Formular mit detaillierten Angaben auszufüllen, sodass es beim Check-in nicht zu Verzögerungen kommt. Hier ist beispielsweise, neben Angaben zu Pass- und Visadaten, auch die Adresse der ersten Übernachtung anzugeben. Meist fordern die Behörden Name und Anschrift von Hotels oder Motels in den USA. Sollte keine Übernachtung im Voraus gebucht sein, ist die Adresse der Mietwagenstation anzugeben, wo der Reisende den ersten Wagen mietet. Das entsprechende Formblatt händigt der Reiseveranstalter aus oder Reisende können es auch im Internet herunterladen. Die Seiten des Deutschen Reiseverbandes oder Board of Airline Representatives in Germany stellen entsprechende Formulare zu Verfügung.

Die Abfertigung am Flughafen

Koffer

Die Behörden durchleuchten alle Koffer vor dem Abflug. Besteht nur der geringste Verdacht auf Bomben oder Waffen, öffnen sie die Koffer. Das Augenmerk der Beamten liegt dabei nicht auf verbotenen Gegenständen, sondern auf Sprengstoff. Es ist empfehlenswert, die Koffer nicht mit einem Schloss zu verschließen. Im Zweifel brechen die Behörden das Schloss auf. Mit einem speziellen TSA-Schloss lässt sich das Zerstören des Schlosses ebenfalls vermeiden, denn die Grenzbeamten haben dazu einen Schlüssel. Haben die Behörden einen Koffer geöffnet, legen sie eine Benachrichtigung hinein, um den Reisenden über die Intervention zu informieren. Erscheint ein Passagier beim Boarding nicht, bleibt auch der Koffer auf dem Flughafen. Die Fluggesellschaften dürfen Gepäck ohne den entsprechenden Passagier nicht befördern.

Kleiner Tipp: Ein Foto vom Gepäck kann hilfreich sein, wenn es notwendig wird, die Koffer zu beschreiben, beispielsweise weil ein Koffer verloren gegangen ist.

Sicherheitskontrollen

Sobald das Gepäck aufgegeben ist, begeben sich die Passagiere zu den Sicherheitskontrollen, wo sie ihre Bordkarte vorlegen müssen. Die Kontrollen führen private Sicherheitsdienste durch, die unter ständiger Kontrolle der Bundespolizei stehen. Diese Sicherheitsdienste unterstehen der Heimatschutzbehörde. Hier geht es in erster Linie darum, zu verhindern, dass verbotene Gegenstände in den Sicherheitsbereich gelangen.

Bodyscans

An vielen Flughäfen kommen bereits Bodyscanner zum Einsatz. Damit ist es recht einfach Metall und vor allem auch Sprengstoff oder andere Gegenstände, die Reisende am Körper tragen könnten, zu erkennen. Die Sicherheitsbeamten sehen auf dem Bildschirm lediglich die Umrisse der Person und wo am Körper sich ein Gegenstand befindet. Im Hintergrund ist es möglich, dass der Sicherheitsdienst zusätzlich einen kompletten Bodyscreen durchführt. Inwieweit sie diese Bilder speichern oder löschen ist allerdings nicht bekannt.

Passagiere haben das Recht, den Bodyscanner zu verweigern. Dann führen die Sicherheitsbeamten sie zu einem Pat-Down. Dort findet noch die klassische Kontrolle per Hand statt. Das ist jedoch zeitaufwendiger. Neuerdings dürfen die Beamten den Intimbereich im Verdachtsfall mit der ganzen Hand untersuchen, nicht mehr nur mit dem Handrücken.

Das Handgepäck

Während der Passagier den Bodyscan durchläuft, durchleuchten die Beamten auch das Handgepäck. Finden sich Dinge darin, die nicht ins Handgepäck gehören, bleiben diese Gegenstände an der Kontrollstation. Getränke dürfen Reisende erst wieder nach der Sicherheitskontrolle kaufen. Elektrogeräte, die der Reisende mit in das Flugzeug nimmt, müssen funktionieren. Es ist wichtig, die Geräte vorher aufzuladen. In Einzelfällen verlangt das Sicherheitspersonal, dass Reisende die Geräte vor ihren Augen einschalten.

So läuft die Einreise ab

Die elektronische Reiseerlaubnis oder das Visum und der gültige Reisepasse sind die wichtigsten Reisedokumente für die Einreise in die USA. Schon im Flugzeug verteilen die Flugbegleiter eine Zollerklärung der US-amerikanischen Zollbehörde an alle Reisenden. Diese Erklärung ist mit folgenden Daten auszufüllen:

  • persönliche Daten, wie Name und Geburtsdatum
  • Adresse in den USA, beispielsweise die Hoteladresse
  • Reisepassnummer
  • Zweck der Reise (privat oder geschäftlich)
  • Was führt der Reisende ein? Mehr als 10.000 US-Dollar Bargeld oder kommerzielle Handelsgüter sind anzumelden.
  • Befinden sich bestimmte Tiere, Lebensmittel oder Rohstoffe im Gepäck?

Nach der Landung müssen zunächst alle an die Einreise-Schalter, wo die Beamten die Dokumente prüfen und über die Einreise bestimmen. Die Schlange kann ziemlich lang sein, je nach Reisezeit und dem Aufkommen am Flughafen. Wer an der Reise ist, muss einzeln an den Schalter vortreten.

  • Der Grenzbeamte überprüft zunächst den Pass und das Visum oder die Einreisegenehmigung.
  • An der Grenze nehmen die Beamten die Fingerabdrücke und machen ein Foto.
  • Möglicherweise stellt der Grenzbeamte Fragen zum Zweck der Reise, dem Beruf des Reisenden, der Unterkunft oder der Länge der Reise.
  • Ist alles in Ordnung, kommt ein Stempel in den Reisepass mit dem Einreisedatum und dem Hinweis, wann der Reisende spätestens das Land wieder verlassen muss.
  • Wichtig ist, dass die Reisenden die Grenzbeamten stets mit Freundlichkeit und Respekt behandeln. Verdächtiges Verhalten kann ganz leicht Probleme verursachen.
  • In seltenen Fällen überprüft der Grenzbeamte am Ende noch die Social-Media-Kanäle des Reisenden, wie Facebook, Twitter usw.

Social Media Kanäle überprüfen

Seit 2016 gibt es im ESTA-Antrag auch eine Frage nach den persönlichen Social-Media-Profilen. Die Angaben dazu sind freiwillig. Allerdings ist es fraglich, ob bei Nichtbeantwortung eine genauere Überprüfung stattfindet oder ob es weitere Fragen aufwirft, wenn die Frage unbeantwortet bleibt. In der Regel ist es so, dass die Zoll- und Grenzschutzbeamten damit zunächst nur Zugriff auf die öffentlichen Inhalte der Social-Media-Profile haben. Um auch die privaten Inhalte sehen zu können, muss der Nutzer sich anmelden. Die Grenzbeamten haben zwar nicht das Recht, nach dem Passwort zu fragen, allerdings können sie dazu auffordern, das Mobiltelefon zu entsperren. Reisende, die dies verweigern, müssen damit rechnen, dass der Beamte das Gerät zu Untersuchungszwecken einzieht.

Die Beamten überprüfen mit wem der Reisende in Kontakt steht und mit wem er sich regelmäßig austauscht. Social Screening ist seit dem Attentat von San Bernardino im Dezember 2015 im Gespräch. Hinweise auf dieses Attentat gab es schon vorher über das Social-Media-Profil. Zu diesem Zeitpunkt hat das jedoch noch niemand überprüft.

Die Zollabwicklung

Wenn der Reisende die Passkontrolle erfolgreich passiert hat, muss er im Gepäckabholbereich sein Gepäck holen und damit zur Zollkontrolle gehen. Die Ausgänge sind farbig markiert. Rot bedeutet, der Reisende hat etwas zu verzollen, grün bedeutet, der Reisende führt keine zollpflichtigen Waren ein.

Zollfreie Einfuhr von Produkten des persönlichen Bedarfs

Alles, was den persönlichen Bedarf decken soll, dürfen Reisende zollfrei in die USA einführen. Dazu zählen beispielsweise:

  • 2 kg Tabak
  • 200 Zigaretten oder 50 Zigarren
  • Geschenke im Wert von 100 US-Dollar
  • Personen über 21 dürfen maximal einen Liter Alkohol einführen.

Spezielle Einfuhrbestimmungen

  • Geld

Wer in die USA einreist, darf so viel Bargeld mitnehmen, wie er möchte. Dabei kann es sich um US-Dollar oder um eine Fremdwährung handeln. Größere Beträge über 10.000 US-Dollar muss der Reisende bei der Einreise angeben. Das gilt auch für die Einfuhr von Gold oder Goldmünzen.

  • Lebensmittel

Die Einfuhr von Lebensmitteln ist strenger reglementiert. Reisende dürfen nur Lebensmittel einführen, von denen kein gesundheitliches Risiko ausgeht. Die Einfuhr von Pflanzen und von Fleischprodukten ist verboten. Obst und Gemüse dürfen Reisende nur sehr eingeschränkt in die USA einführen. Folgende Lebensmittel dürfen Reisende einführen:

  • Backwaren
  • Gewürze und Pflanzenöle
  • haltbar gemachten Käse
  • Süßigkeiten und Schokolade
  • Fisch
  • Trockenfrüchte
  • einige Gemüsesorten
  • Dosengerichte
  • Honig
  • eifreie Nudeln
  • Reis
  • Mehl
  • Nüsse
  • Ziegenmilch
  • Fruchtsäfte, Tee, Kaffee, Pulvergetränke
  • Milchprodukte in kleinen Mengen
  • Medikamente

Medikamente dürfen Reisende nur in der Menge einführen, wie sie für den persönlichen Bedarf erforderlich ist. Die Einfuhr von Betäubungsmittel oder Medikamenten, die abhängig machen, ist verboten. Das sind zum Beispiel Schlaf- und Beruhigungsmittel, Herzmedikamente oder Hustenmedizin. Sollte der Reisende das Medikament unbedingt brauchen, ist ein ärztliches Attest vorzulegen, das in englischer Sprache verfasst ist. Außerdem ist es notwendig, den Beipackzettel mitzuführen.

  • Waffen

Es ist nicht gestattet voll- und halbautomatische Waffen einzuführen. Handfeuerwaffen erfordern eine spezielle Genehmigung. Sportwaffen und die entsprechende Munition sowie Jagdwaffen sind von diesen Regelungen ausgenommen. Waffe und die restliche Munition sind bei der Ausreise allerdings ebenfalls wieder auszuführen.

Worst Case – der Grenzbeamte verweigert die Einreise

Jedes Jahr reisen 2,7 Millionen Bundesbürger in die Vereinigten Staaten von Amerika. Rund zwei Millionen beantragen eine ESTA-Reisegenehmigung. Jedes Jahr kommt es dennoch in einigen Fällen (in 2013 waren es 700) zu einer Verweigerung der Einreise an der Grenze.

Wenn der Grenzbeamte erst einmal einen Verdacht hegt, dass ein Reisender in die USA kommt, um ohne Genehmigung zu arbeiten oder sie Hinweise auf terroristische Aktivitäten erkennen, sind die Beamten nur schwer umzustimmen. Die Beamten verhören dann die Reisenden zum Teil stundenlang, bevor sie sie am Ende wieder in ihr Heimatland zurückschicken. Die Heimatschutzbehörde gibt jedem abgewiesenen Reisenden eine schriftliche Erklärung mit auf den Weg. Darin ist begründet, warum die Einreise nicht stattfinden durfte. Mit diesem Schreiben können die Reisenden in ihrem Herkunftsland Widerspruch gegen die Verweigerung einlegen. Das tun allerdings die wenigsten, da sie Angst haben, bei späteren Reisen in die USA erneut Probleme zu bekommen.

Selbst ein gültiges Visum oder die Reisegenehmigung nutzen nichts. Das Visum bestätigt lediglich, dass ein Konsul erlaubt hat, dass der Reisende zu einem Einreisepunkt in den USA reisen darf, beispielsweise zu einem See- oder Flughafen. Erst der Einwanderungsbeamte genehmigt die Einreise, wenn vor Ort alles in Ordnung ist.